
Geschrieben von: Jürgen Schöppner Montag, 20. Juni 2011
Mittwoch, der 15.06.2011. Das Training musste ausfallen, auf dem Wacker wurde „gebastelt“. Banker wollten am Wochenende Sport treiben. Das war keine gute Vorbereitung für ein Spiel gegen Borussia Münster zumal auch nur 11 Spieler ihr Kommen zugesagt hatten.
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Wacker begann mit seiner Taktik, die sich in der letzten Zeit bewährt hatte. Den Gegner das Spiel machen lassen und hoffen, dass wir uns kein Tor einfangen. Doch plötzlich, 6. Minute. Wacker, hatte sich vor dem Tor des Gegners verirrt. Der Schuss von Klemens Sikorski verlief leider 40 cm parallel zum Tor. Solche Dinger musste man reinmachen sonst konnte man nicht gewinnen. Und so kam es. 15. Minute, ein Borussenspieler setzte sich kraftvoll durch, Sprint parallel zum 16ner, verdeckter Schuss. Für so eine Situation hatten wir unseren Torwart, Peter Arndt, mitgenommen. Der war zwar da, wollte aber offensichtlich nicht sein frisch gewaschenes Trikot dreckig machen. Deshalb kein Hechtsprung, sondern eine verunglückte Fußabwehr. Schuhe leider zu kurz, deshalb 1:0 für Borussia.
Ein Blick zum Spielfeldrand, da stand jemand, der kann richtig gut Fußball spielen und Schwung in unsern Sturm bringen. Jens Behnke. Diese Unterstützung brauchten wir auch, denn man musste neidlos anerkennen, dass Borussia das bessere Spiel zeigte. Aber das war das Spiel von Wacker, in der Abwehr kämpfen und hoffen, dass sich ein Wackerspieler in den gegnerischen Strafraum verirrt und eine Chance bekommt.
Die Ü 40-Taktik ging auf. 25. Minute, Flanke von Reinhold Leusmann von rechts, Kopfball Jens Behnke, 1:1. Borussia antwortete mit wütenden Angriffen, doch Peter Arndt hatte seine „Schmutzallergie“ abgelegt und flog nur so durch den Strafraum.
31. Minute. Irgendwie hatte sich der Ball in den 16ner von Borussia verirrt und wollte diesen nicht wieder verlassen. Flanke von Jens Behnke, Volleyabnahme von Thomas Hunnewinkel vom 11er, 2:1 für Wacker. Pause. Diese war auch dringend nötig, denn trotz der Führung war Borussia die Spiel bestimmende Mannschaft.
Für die zweite Halbzeit wurde die Taktik beibehalten. Borussia machte zwar das Spiel aber Wacker hatte die besseren Chancen. Insbesondere Klemens Sikorski. Der musste nach seinem Angelurlaub in Norwegen Heringe oder andere tote Fische in seinen Fußballschuhen versteckt haben, sonst war es nicht zu erklären, warum er so viele Chancen versiebte.
Zum Glück hatten wir neben Jens Behnke noch einen zweiten „Adoptivspieler“ aus der Ü 32, Stefan Scholz. Der „ackerte“ wie ein Lanztrecker und war genau der richtige Gegenpart für die jüngeren Borussiaspieler. Deshalb, 45. Minute, Anspiel von Stefan Scholz auf Michael Klose, Flanke von rechts, Jens Behnke stand locker im Strafraum rum. Beim Hochspringen fielen die Haare nach hinten, dies machte Platz für einen präzisen Kopfball, 3:1 für Wacker. Mit so einem Endergebnis hätte man leben können.
55. Minute, ein Borussenspieler verletzte sich. Zum Glück war Dok Ulli Kroker da, so dass beste ärztliche Versorgung gesichert war. Da Borussia keinen Ersatzspieler hatte, wurde 10 gegen 10 weitergespielt.
Dies war keine gute Idee. 58. Minute 2:3, 62. Minute 3:3. Kein optimales Ergebnis, aber unter den gegeben Umständen konnte man damit leben. Nicht jedoch Jens Behnke. Obwohl er schon zwei Buden gemachte hatte, war sein Torhunger noch nicht gestillt. Unser „Benjamin“ hatte mal gesehen, dass man auch aus größerer Entfernungen Tore erzielen konnte. Deshalb ein Selbstversuch. Schuss von 30 m als Bogenlampe, ein hilfloser Abwehrversuch durch den Torwart, jedoch keine Chance, 4:3 für Wacker.
Tolle Mannschaftsleistung. Die Serie wurde gehalten. Endlich war Wochenende.
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